Welchen Vorteil haben Ganzjahresreifen?
Ganzjahresreifen (auch Allwetterreifen genannt) werden sowohl im Sommer als auch im Winter eingesetzt. Die Reifen sind ein Mittel zwischen Sommer- und Winterreifen und haben den Vorteil, dass der Fahrzeughalter nur einen Satz Reifen kaufen und diesen nicht wechseln muss. Diese speziellen Reifen werden in Ländern gefahren, in denen die Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten sehr gering sind, dazu gehören zum Beispiel Großbritannien und einige Regionen in Deutschland. In den Alpenländern sind diese Reifen weniger verbreitet.
Auch wenn Ganzjahresreifen einen sinnvollen Kompromiss darstellen, reichen die Fahreigenschaften auf Schnee selten an die der Winterreifen heran und haben im Sommer einen höheren Abtrieb mit leicht erhöhtem Kraftstoffverbrauch. Ganzjahresreifen werden sehr oft im LKW-Fernverkehr verwendet, da die Fahrzeuge oft auf Straßen mit verschiedenen Zuständen stoßen. In den Alpenregionen führt dies jedoch zu sehr gefährlichen Situationen. Deshalb führte Österreich im Winter 2006/07 eine generelle Winterreifenpflicht auf der Antriebsachse für LKW über 3,5 t und Omnibusse eingeführt.
Vorsichtige Autofahrer, die Ganzjahresautoreifen auch im Sommer fahren wollen, müssen Reifen mit der M+S-Kennung kaufen und darüberhinaus einen Aufkleber im Fahrersichtfeld anbringen, der an die Geschwindigkeitsbegrenzung (meist 190 km/h) durch die M+S-Reifen erinnert. Dennoch haben die Ganzjahresreifen einen erheblichen Nachteil im Winter und besonders auf Schnee. Die Reifen sollten deshalb eher auf Kleinwagen angebracht werden, die wirtschaftlich betrieben werden sollen und bei schweren Winterbedingungen mit Schneeketten ausgerüstet werden können.
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